Immer wieder gut zu gebrauchen...
Verband der kommunalen
Wahlbeamten in Hessen e.V.
kuratiert von
Karl-Christian Schelzke
Zitat
„Als Pfarrer habe ich weniger gebetet als jetzt als Bürgermeister“
Jens Ried Bürgermister von Cölbe
BUCHEMPFEHLUNGEN
Uwe Schneidewind, DIENSTSCHLUSS, Verlag Klaus Wagenbach 2.Auflage 2026, 20,– Euro
Keine leichte Lektüre. Aber für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und auch für ihre Mitarbeitenden unbedingt zu empfehlen.
„Uwe Schneidewind wirft nach fünf Jahren als Wuppertaler Oberbürgermeister einen Blick zurück in den urbanen Maschinenraum. Ob Schwimmbad, Schulbau, Nahverkehr – Schneidewind beschreibt das alltägliche Systemversagen im Lokalen und gleichzeitig, wie sich doch etwas bewegen kann. Denn gerade in der vermeintlichen Ohnmacht entstehen Inseln des Gelingens. Wenn erfolgreiche Projekte wachsen und Engagierte sich vernetzen, setzen sie den Keim für Veränderung. In diesem Sinne macht dieses instruktive und an vielen plastischen Beispielen reiche Buch Hoffnung.
Uwe Schneidewind war von 2020 bis 2025 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Davor hat der Wirtschaftswissenschaftler über 25 Jahre nachhaltige Transformationsprozesse in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gestaltet und begleitet, unter anderem als Hochschullehrer, als Präsident der Universität Oldenburg und des renommierten Wuppertal Institutes.“
GESELLSCHAFT DER MINDERHEITEN. Leben in der Superdiversität. Edition Mercator, erschienen bei C.H.Beck, München 2025, 16,– Euro
Das Buch „Gesellschaft der Minderheiten. Leben in der Superdiversität“ von Maurice Crul und Frans Lelie ist ein wichtiger Beitrag zu den heutigen Debatten über Migration, Toleranz, Diversität und Integration in unseren Städten und Gemeinden.
Die Realität des Zusammenlebens zeigt, dass Konflikt und Identitätsverlust dabei ebenso wenig vorprogrammiert sind wie Einheit in der Vielfalt. Mit ihrer soziologischen Studie werfen Maurice Crul und Frans Lelie aus den Niederlanden einen nüchternen Blick auf die reale Praxis des Zusammenlebens. Sie haben mit den Menschen über ihren Alltag in verschiedenen europäischen Städten gesprochen, wo es besonders vielfältig zugeht.
Dabei ist eines sicher: Menschen ohne Migrationshintergrund sind heute vielerorts in der Minderheit, die Minderheiten bilden die Mehrheit. „Superdiversität“ – die Vielfalt leben und gestalten, geschieht oft ganz selbstverständlich über ethnisch-religiöse Grenzen hinweg. Denkwürdig: diese „Kompetenz“ ist vielerorts Realität und zeigt sich ganz konkret im Alltag, auch durchaus unabhängig davon, was Menschen sagen, glauben oder wovor sie Angst haben!
